DB0HAS-B D-Star-Repeater

CCS7 8262015



Allgemeine Daten

QRG: 439.48125 MHz
Ablage: 7,6 MHz (431.88125 MHz)
DMR-ID: 262015
Reflector: keiner, Reflectoren können aber für 60 Minuten gebucht werden (siehe unten)
Power: 5 Watt HF out am Repeater
Antenne: RX: über einen Splitter ausgekoppeltes Signal von der X-50

Der Default-Reflector von DB0HAS ist NICHT mehr der Frankenreflector. Aufgrund der aktuellen Situation habe ich das Relais aus dem Reflector ruasgebucht. Jedoch kann das Relais problemlos z.B. via DTMF (D206) wieder temporär in den Frankenreflector gebucht werden, falls man dort QSO fahren möchte. Bei Nichtaktivität bucht sich das Relais nach 90 Minuten wieder aus. Alternativ kann es mit DTMF Eingabe * * wieder in seinen Standard-Reflector gebucht werden. So kann man geraume Zeit im gewünschten Reflector qrv sein. Dann muss man sich ggf. neu einbuchen, wenn man möchte.


Themenübersicht:

  • DB0HAS Konzept
  • Betriebsarten bei DB0HAS
  • Was ist D-Star?
  • Die historische Entwicklung von D-Star
  • Bedienungs- bzw. Steuermöglichkeiten von D-Star
  • Beispiele und Übersicht für die D-Star-Relaissteuerung
  • Gerätegenerationen
  • Tips zu Geräten der ersten Generation
  • Links zu D-Star
  • Bitte klicken oder scrollen


    aktuelle MH-Liste

    D-Star stellt einige Reflectoren zur Verfügung. Jeder User von DB0HAS kann eine Reihe von Reflectoren nutzen. DB0HAS ist von Haus aus in keinem Heimatreflector eingebucht. Statt dessen muss man sich zu seinem Wunsch-Reflector verbinden. Dies kann sehr einfach auf unterschiedlichsten Wegen passieren:

  • Per YOURCALL-Eintrag
  • Per DTMF
  • Per Menü des Transceivers (sofern dieser das unterstützt)

    1. In einen Reflector einlbuchen per YOURCALL-Eintrag
    bla bla


    nach oben


    Das Konzept von DB0HAS

    DB0HAS war von Anfang an als experimentelles Relais vorgesehen. Das äußert sich daran, dass für D-Star keine Icom-Technik verwendet wurde aber auch daran, dass es verschiedene Modi gibt, mit denen DB0HAS-B betrieben werden kann. Diese können per Remote (DTMF) sogar umgeschaltet werden, umin Grenzsituationen die verschiedenen Betriebssarten untereinander vergleichen zu können.
    Als RX und als Treiber wird jeweils ein Motorola GM-1200 eingesetzt. Der TX gibt nur eine minimale Leistung ab, mit der eine PA angefahren wird. Eine DVRPTR V2 Lt. (also ohne AMBE-Chip) wird normalerweise für die Steuerung eingesetzt. Die DVRPTR V2 LT wird von einem Banana-Pi angesteuert. Dieser übernimmt die gesamte Kommunikation Richtung Internet bzw. ircddb.
    Ein zusätzlicher Controler übernimmt die Überwachung der Systeme und schaltet letztlich z. B. die Betriebsarten um, prüft die Temperatur von TX und PA, schaltet Lüfter und hat einen Watchdog in der PTT-Leitung. Genaueres hierzu kann man unter 70cm Modul lesen.


    nach oben


    Variante 1: DVRPTR-Board (normalerweise aktiv)

    Das DVRPTR V2_Lt-Board ist normalerweise mit dem 70cm Repeater verbunden. Aus Kompatibilitätsgründen wird das Board aber nicht "stand alone" gefahren sondern auf einem Steuerrechner läuft unter anderem noch folgende Software von G4KLX:

  • ircDDB zur Vernetzung des Relais
  • DV-RPTR Repeater zur Steuerung der DVRPTR-Platine
  • TimeServer für die Zeitansagen
  • Dadurch hat man nicht nur die Funktionalität von CCS (Callsign-Routing mit DTMF-Tönen) sondern auch auf die traditionelle Callsign-Routing- Möglichkeit mit YOURCALL-Einstellungen.

    Variante 2: MultiMode-Betrieb (kann zu Testzwecken aktiviert werden)

    Im MultiMode-Betrieb wird der Empfänger und der Sender direkt zusammengeschaltet. Mögliche Betriebsarten neben D-Star sind dann FM-Phonie (inkl. z.B. SSTV), APCO25, u.a. Die Umschaltung erfolgt per DTMF und wird vom Sysop vorgenommen. Nach einem Neustart von DB0HAS wird immer der D-Star-Mode verwendet. Im Multimode-Betrieb können auch andere Betriebsarten (DMR, FM,...) verwendet werden, allerdings ist dann keine Internetanbindung gewährleistet, DB0HAS hängt dann in der Luft.

    Variante 3: Soundkarten-Repeater

    Optional kann auf dem Steuerrechner zusätzlich entweder noch ein zweites DVRPTR-Board bedient werden oder zeitgleich ein Soundkartenrepeater betrieben werden. Dieser bietet eine etwas geringere Empfindlichkeit aber den gleichen Bedienkomfort wie die Lösung mit dem DVRPTR-Board. Daher kann der Soundkartenrepeater optional für einen 2m HotSpot verwendet werden.

    DB0HAS ist dafür vorbereitet, jedoch wird der 2m HotSpot derzeit für SVXLink verwendet.


    nach oben


    Was ist D-Star?

    D-Star ist ein digitales, schmalbandiges (theoretisch 6,25 kHz schmal) Übertragungsverfahren. Dabei wird Sprache digitalisiert, in Echtzeit übertragen und von der Gegenstelle wieder in ein analoges Signal zurück gewandelt.
    Die digitalen Sprachpakete werden mit zusätzlichen Informationen (z.B. eigenes Rufzeichen, evtl. GPS-Koordinaten und mehr) in einzelnen Paketen übertragen. Bei leichten Datenverlusten kann durch Fehlerkorrekturverfahren die fehlende Information rückgerechnet werden, ähnlich wie das z.B. beim Lesen einer CD oder DVD möglich ist. Diese Fehlerkorrektur hat seine Grenzen, jenseits dieser treten sogenannte Artefakte auf, die auch als „würfeln“ oder „klötzeln“ betitelt werden. Zaubern kann die Fehlerkorrektur auch nicht aber gegenüber eines sehr schwachen und äußerst verrauschten FM-Signals ist die rauschfreie Wiedergabe in D-Star schon erst einmal ein Genuss, auch wenn viele über die Audio-Qualität von D-Star grundsätzlich schimpfen. Gerade die Geräte der ersten Generation lassen hier zu wünschen übrig, dass es auch anders geht, hat Kenwood erstmals mit seinem Handfunkgerät TH-D74 bewiesen.
    Gegenüber FM hat D-Star neben der theoretisch geringeren Bandbreite die Möglichkeit, die zusätzlich übertragenen Informationen auszuwerten. Dadurch entstehen ganz neue Möglichkeiten! Relaisstellen können ganz einfach über das Internet vernetzt werden, wobei, im Gegensatz zu anderen digitalen Systemen, D-Star die Steuerung grundsätzlich dem Benutzer überlässt. Leider lassen das manche Sysops auf den Relais nicht zu, in der Regel ist es aber so.
    Doch keine Sonne ohne Schatten und so ist auch D-Star nicht frei von Nachteilen. Da ist zunächst einmal der hohe Preis der Funkgeräte zu erwähnen. Dies liegt (unter anderem) daran, dass der Vocoder, also die Software (in einen Chip gegossen), die für das Umwandeln der digitalen Signale in Analoge und umgekehrt, zwar sehr leistungsstark aber leider auch sehr teuer ist. Diese stammt ja aus dem kommerziellen Bereich (und hat definitiv nichts mit Icom zu tun, was oftmals von OMs probagiert wurde, die sich in keinster Weise mit D-Star auseinander gesetzt haben!). Alleine der Vocoder-Chip hat vor einigen Jahren noch ca. 100 Dollar im Einkauf gekostet! Das liegt daran, dass es zur Entwicklungszeit von D-Star keinen anderen Vocoder gab der so effektiv war, dass die benötigte Brutto-Bandbreite in Echtzeit weniger als 4800 Baud beträgt.
    Doch gegenüber FM hat D-Star grundsätzlich den Nachteil, dass es sehr empfindlich gegen Mehrwegeausbreitung ist. Die übermittelten Daten müssen genau in der richtigen Reihenfolge beim Empfänger ankommen, sonst kann die Nachricht nicht richtig dekodiert werden. Und schließlich ist man zur Nutzung aller Features doch auf eine entsprechende Infrastruktur angewiesen. Es war durchaus nicht für alle Relaisfunkstellen einfach, an die oft exponierten Standorte auch Internet zu bekommen, was für die Vernetzung entscheidend ist.


    nach oben


    Die historische Entwicklung von D-Star

    2001 gab es von der JARL eine Ausschreibung zur Entwicklung eines digitalen Übertragungsverfahrens für den Amateurfunk. Icom war der einzige Hersteller, der sich daran beteiligt hat und so war es logisch, dass dieses System die Ausschreibung gewann und sich im Laufe der Jahre etablierte.
    Es gab in den ersten Jahren EIN zentrales System, bei dem sich die Benutzer registrieren mussten, um an der Vernetzung der Relaisstellen teilnehmen zu können, den US-Trust. Alle Relais liefen über den US-Trust, jeder Benutzer, der auch die Internet-Schnittstelle der Relais verwenden wollte, musste sich dort registrieren. Der US-Trust hatte aber ein paar entscheidende „Probleme“. Zum einen gab es da die Gerüchteküche, in der erzählt wurde, dass der US-Trust gewissen amerikanischen Nachrichtendienste (die mit den drei Buchstaben) sehr nahesteht, um es vorsichtig auszudrücken. Dazu kam, dass alle Steuerrechner der Relaisstellen so eingerichtet werden mussten, dass die Leute vom US-Trust Vollzugriff auf den Linux-Rechner hatten. Und man hat nicht nur herausgefunden, dass nachts die zuvor aufgezeichneten QSO-Inhalte samt Metadaten in die USA zum US-Trust übertragen worden sind sondern auch, dass von den Steuerrechnern aus andere PCs im jeweiligen LAN „untersucht“ worden sind. Viele Relais waren und sind beispielsweise in den Netzen von Universitäten mit entsprechenden Forschungsaufträgen platziert und so war die Gefahr doch gegeben, dass interessante Daten abgegriffen werden konnten.
    Achtung! Zu meiner Sicherheit muss ich erwähnen, dass ich diese Behauptungen nicht beweisen kann und ich diese Informationen erzählt bekommen hatte ohne dass ich den Wahrheitsgrad überprüfen konnte. Es bleibt jedem selbst überlassen, sich seine Gedanken und Schlussfolgerungen hierzu zu machen.
    Federführend dabei war Torsten, DG1HT, der aber nicht den Weg gegangen ist und auf den US-Trust einzuprügelte sondern der in die andere Richtung gegangen ist und „mal eben so“ ein alternatives D-Star-System ins Leben rief, den xTrust. Dieser funktionierte und funktioniert noch immer unter Berücksichtigung strengster Datenschutzrichtlinien. Dazu entwickelte Torsten im Laufe der Zeit tolle Zusatzfeatures, wie wir noch sehen werden. So nebenbei, DG1HT beließ es nicht dabei und entwickelte ähnliche Systeme für DMR (DMR-Plus), Fusion, Tetra, usw.
    Die digitale Amateurfunkwelt hat Torsten sehr viel zu verdanken und auch wenn er vieles mit Hilfe weiterer Personen entwickelt so stammt die Löwenarbeit und das Vordenken von ihm. Der US-Trust lässt außerdem bis heute nur Icom-Repeater bei sich ans Netz. Diese Icom-Relais sind nicht nur sündhaft teuer (es gab Zeiten, da hat eine Icom-Relaisstelle für 70cm mehr als 3K€ gekostet), HF-technisch sind diese „Teile“ bis heute elektronischer Edelschrott und ohne umfangreiche HF-Maßnahmen nicht zu betreiben. Erst der xTrust gestattete „Eigenbau-Relais“ die HF-technisch dem Icom-Pendant weit überlegen sind. Dabei gab und gibt es bis heute zahlreiche Varianten, was gut ist, denn so setzt sich die beste Technik am leichtesten durch.
    Doch damit nicht genug, Torsten entwickelte weitere Features wie CCS (und später die Weiterentwicklung CCS7) und DCS, was weiter unten genauer erläutert wird.


    nach oben


    Bedienungs- bzw. Steuermöglichkeiten von D-Star

    D-Star überlässt die Steuerung (in der Regel) den Benutzern. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten und Features. Grundsätzlich kann ein D-Star-Relais über den YOURCALL-Eintrag oder über DTMF-Töne gesteuert werden. Letzteres ist ebenfalls eine Umsetzung von DG1HT . Hier eine Übersicht über die verschiedenen Varianten:

    Callsign-Routing

    Callsign-Routing ist die traditionelle Art der Steuerung und war von Icom schon vorgesehen. D-Star benötigt grundsätzlich vier Rufzeicheneinträge:

  • MYCALL: Das eigene Rufzeichen, z.B. DG8NCY
  • REPEATER1: Das Rufzeichen des Einstiegsrelais, z.B. DB0HASB, das B steht für das verwendete HF-Modul)
  • REPEATER2: Das Gateway-Rufzeichen, z.B. DB0HASG
  • YOURCALL: Das Zielrufzeichen, normal CQCQCQ
  • Die HF-Module bei REPEATER2 sind wie folgt klassifiziert: A=23cm, B=70cm, C=2m, so erklärt sich der achte Buchstabe im Rufzeichenfeld.
    YOURCALL sollte normalerweise auf CQCQCQ stehen.

    Ähnlich wie Echolink kann man weltweit Verbindungen zu anderen Relaisstationen aufbauen. Muss man bei Echolink aber wissen, auf welchem Relais sich der Wunsch-QSO-Partner befindet und muss zu diesem Relais dann aktiv eine Verbindung aufgebaut werden, arbeitet D-Star intelligenter und praktischer. Das System merkt sich, welches Rufzeichen auf welchem Relais zuletzt gesendet hat und man gibt bei YOURCALL lediglich den gewünschten Gesprächspartner ein und das System routet den Ruf dann selbstständig an dieses Ziel. Man muss nicht mehr wissen, wo sich die Gegenstation aufhält! Der US-Trust schaut sich den YOURCALL-Eintrag an und baut einen virtuellen Kanal zu dem Ziel-Relais auf. Nachteil: der QSO-Partner dort muss nun auch seinen YOURCALL-Eintrag entsprechend ändern, damit auch der Rückkanal steht. Neben der umständlichen Bedienung gibt es dabei noch ein weiteres Problem: D-Star überträgt diese Meta-Daten (z.B. diese Rufzeicheneinstellungen) alle paar Sekunden. Das bedeutet aber auch, wenn (z.B. bei Mobilbetrieb und Fading) Header-Informationen verloren gehen, bricht der Kanal zusammen und so läuft der eine oder andere Durchgang ins Nirvana.
    BEISPIELE FÜR YOURCALL ERLÄUTERN: /DB0HASB, DG8NCY

    CCS7 (Call Connection Service)

    CCS und die Weiterentwicklung CCS7 ist im Prinzip auch eine Form des Callsign-Routings, allerdings mit drei Vorteilen:
    CCS7 (und der Vorläufer CCS) wird optional mit DTMF-Tönen gesteuert. Das ist wesentlich einfacher, als YOURCALL-Einstellungen ändern, gerade beim Mobilbetrieb.
    Der zweite und wesentliche Unterschied zum traditionellen Callsign-Routing. Der virtuelle Kanal wird einmal aufgebaut und dann vom System offen gehalten. Dadurch ist die Verbindung deutlich weniger anfällig! Bei Inaktivität wird diese CCS7-Verbindung nach drei Minuten vom System automatisch wieder getrennt.
    Speziell für Mobilisten gibt es einen dritten Vorteil: Auf meiner Strecke erreiche ich den Repeater A, fahre dann weiter und komme in das Einzugsgebiet von Repeater B, danach Repeater C, usw. Ich baue auf dem Repeater A eine CCS7-Verbindung auf und funke mit meinem Wunschpartner. Da ich mich ja weiter bewege, verlasse ich irgendwann das Einzugsgebiets des Relais A, mache QSY auf das Relais B. Nun erkennt das System, dass ich das Relais gewechselt habe, kappt die CCS7-Verbindung vom Relais A und baut die gleiche CCS7-Verbindung vom Relais B aus zu meinem Ziel automatisch wieder auf, ohne dass ich auch nur irgendetwas tun muss!
    Der Eintrag YOURCALL muss zwingend immer auf CQCQCQ stehen und braucht nicht mehr geändert zu werden!
    Hier gibt es eine Übersicht mit Suchfunktion für vergebene CCS7-Nummern.

    DCS (Digital Call Server)

    Schon auf dem US-System gab es Reflectoren, auch wenn diese im ursprünglichen D-Star-Netz gar nicht vorgesehen waren. Reflectoren sind virtuelle „Räume“ in denen sich die unterschiedlichsten Relaisstationen dauerhaft oder benutzergesteuert einbuchen können und so zu einem Relaisverbund zu werden. Diese „Räume“ haben inzwischen auch Namen wie Frankenreflector, DL-Reflector, usw. Trotzdem kann jedes Relais in jeden beliebigen Reflector gebucht werden (wenn der Sysop das zulässt). Ursprünglich wurde dieses Umbuchen auch über den YOURCALL-Eintrag gesteuert, dank Torsten funktioniert auch dieses nun alternativ per DTMF.
    Der Eintrag YOURCALL muss zwingend immer auf CQCQCQ stehen und braucht nicht mehr geändert zu werden!

    Beispiele und Übersicht für die D-Star-Relaissteuerung

    Funktion DTMF Yourcall neu Yourcall alt
    Verbindung zu DG8NCY 2628059 C2628059 DG8NCY
    Verbindung zu DB0HAS 826215B 8262015B /DB0HASB
    CCS-Verbindung auftrennen A CCSA CQCQCQ
    Frankenreflector D206 DCS002FL -
    Deutschland-Reflector D103 DCS001CL -
    Reflector trennen # _______U _______U
    Standard-Reflector aktivieren * * - -
    Relais-Info 0 _______I _______I
    Echo-Funktion ? _______E _______E
    DCS-Reflectoren (z.B. DCS002F) D206 DCS002FL
    DCS-Reflectoren (alternativ) D2F
    REF-Reflectoren (z.B. REF006C) *006C REF006CL
    REF-Reflectoren (alternativ) *6C
    XRF-Reflectoren (z.B. XRF010B) 010B XRF010BL
    XRF-Reflectoren (alternativ) 10B
    Anmerkungen:
    _______I oder _______U etc. meint, dass der jeweilige Buchstabe an achter Stelle bei YOURCALL stehen muss!
    Relaisinfo: das Relais antwortet mit seiner akutellen Verbindung (Z.B. "Verbunden mit DCS002F")
    Echo-Funktion: das Relais speichert den aktuellen Durchgang und wiederholt ihn unmittelbar nach der Aussendung. Sollte das Relais in einem Reflector eingebucht sein, wird diese Aussendung lokal gehalten und ist nicht auf dem gesamten Reflector zu hören.

    Gerätegenerationen

    Ich unterscheide Geräte der ersten und der zweiten Generation.
    Zur ersten Generation rechne ich dazu die ICOM-TRX IC-E2820, IC-E880, IC-E91, IC-E92, u. a.
    Als zweite Gerätegeneration stufe ich ein die ICOM-TRX ID-E31, ID-E51, ID-E5100, ID-E4100, TH-D74

    Geräte der zweiten Generation bieten wesentliche Komfortmerkmale gegenüber den Vorgängermodellen. Es können fertige Relaislisten geladen bzw. gepflegt werden, aufgrund von eingegebenen Standort-Koordinaten können die nächstliegenden Relaisstellen bequem angewählt werden, per „D-Star-Menü“ können Reflectorennutzung usw. bequem ausgewählt werden. Die Bedienung ist grundlegend anders als man das von der ersten Gerätegeneration her kennt, wer diesen Luxus einmal geschnuppert hat, möchte ihn nicht mehr missen.

    Die Geräte der ersten Generation eignen sich meiner Meinung nach (von der schlechten Sprachqualität abgesehen) wunderbar für das heimatliche Shack. Dort ist man in der Regel auf einem oder einer beschränkten Auswahl von D-Star-Relais qrv. Hier gibt es ein paar Tricks, wie man sich das Leben durch geschickte Speicherverwaltung sehr einfach machen kann und auch hier auf ständige YOURCALL-Änderungen verzichten kann und dabei trotzdem nicht jedesmal DTMF-Töne eingeben muss.


    nach oben


    Tricks für die D-Star-Geräte der ersten Generation

    CCS-Routing in Vebindung mit dem TRX-Speicher

    CCS7 funktioniert sehr gut. Ein Nachteil ist aber, dass man die CCS-Nummern der Gegenstationen irgendwo notieren muss. Gerade im Mobil- oder Portabelbetrieb ist das aber nicht einfach. Beim Mobilbetrieb kommt dazu noch die Eingabe der DTMF-Töne, die ja häufig zwei Hände erfordet.

    Das Team um DG1HT hat sich dazu Gedanken gemacht und die Lösung gefunden! Die CCS7-Codes können als YOURCALL abgespeichert werden! Werden dann noch die zahlreichen Speicherplätze und -Bänke genutzt, hat man zwar einmal den Aufwand der Einrichtung, dann aber Bedienkomfort pur! Jede Speicherbank im TRX steht für ein Relais (z.B. Bank A=2m FM, Bank B=70cm FM, Bank C=D-Star-Relais DB0HAS, Bank D=D-Star-Relais DB0ADB,...). In der Bank "DB0HAS" werden dann alle Zielrufzeichen (so viele bevorzugten DV-Kontakte habe ich dann auch wieder nicht, hi) mit dem richtigen Routing abgespeichert. Also z. B. für DL3NBY via DB0HAS:
    YOURCALL=C2628096, REPEATER1=DB0HAS B, REPEATER2=DB0HAS G
    Auch Repeater, die ausschliesslich über das traditionelle Callsignrouting verfügen, können berücksichtigt werden:
    YOURCALL=DL3NBY, REPEATER1=DB0WZ B, REPEATER2=DB0WZ G

    Bitte beachten! Nur zum Aufbau einer Verbindung darf im YOURCALL-Feld die CCS7-Nummer stehen. Hat man die Meldung erhalten, dass die Verbindung aufgebaut ist, muss YOURCALL wieder auf CQCQCQ umgestellt werden. Auch dieses Routing habe ich dann einmal in jeder Speicherbank (also einmal pro Relais) eingetragen.

    Ausserdem kann man alphanumerische Speicherbezeichnungen eingeben, die bei entsprechender Menüeinstellung groß im Display zu sehen sind:


    In den Bildern zu sehen sind auch die unterschiedlichen Speicherbänke. Bei mir ist Bank E für DB0HAS auf 70cm, Bank D für DB0NU vorgesehen. Die Speichernummerierung innerhalb einer Speicherbank beginnt immer mit 01. So kann man die Bänke "gleich" belegen.

    Bank Speicher Bankbeschreibung QRG YOURCALL Speichername im Display angezeigt
    A ... 2m FM ... - ...
    B ... 70cm FM ... - ...
    C 01 alle DStar-Relais 439.975 CQCQCQ DB0HAS
    C 02 alle DStar-Relais 439.500 CQCQCQ DB0NU
    C 03 alle DStar-Relais 439.550 CQCQCQ DB0ADB
    C 04 alle DStar-Relais 123.456 CQCQCQ XYZ
    D 01 Bank DB0NU 439.500 CQCQCQ DB0NU (für Lokal- oder CCS/DCS-Betrieb)
    D 02 Bank DB0NU 439.500 DF1NY 1NY/NU (also DF1NY via DB0NU)
    D 03 Bank DB0NU 439.500 /DB0HASB HAS/NU (also DB0HAS via DB0NU)
    D 04 Bank DB0NU 439.500 DB0XYZ XYZ/NU (also DB0XYZ via DB0NU)
    E 01 Bank DB0HAS 439.975 CQCQCQ DB0HAS7 (für Lokal- oder CCS/DCS-Betrieb)
    E 02 Bank DB0HAS 439.975 DF1NY 1NY/HAS7 (also DF1NY via DB0HAS 70cm)
    E 03 Bank DB0HAS 439.975 /DB0NU B 0NU/HAS7 (also DB0NU via DB0HAS 70cm)
    E 04 Bank DB0HAS 439.975 DB0XYZ XYZ/HAS (also DB0XYZ via DB0HAS)
    F 01 Bank DB0ADB 439.550 CQCQCQ DB0ADB (für Lokal- oder CCS/DCS-Betrieb)
    F 02k Bank DB0ADB 439.550 /DB0HASB HAS/ADB (also DB0HAS via DB0ADB)

    Bewege ich mich um DB0HAS herum, bleibt die Speicherbank E eingestellt. Fahre ich in die Umgebung von DB0NU, wechsle ich auf die Speicherbank D, bewege ich mich in der Nähe von DB0ADB, schalte ich auf die Bank F. In der Speicherbank C habe ich verschiedene D-Star-Relais abgespeichert, aber nur mit CQCQCQ. hier kann ich schnell QSY machen und muss ggf. den vorgesehenen Yourcall-Speicher nutzen, wie es Icom von Haus aus vorgesehen hat.

    Die Reihenfolge der Zielstationen sollte in jeder Bank gleich sein. Da bei Verwendung von Speicherbänken innerhalb einer Bank die Speichernummer immer wieder mit 01 beginnt, ist der Speicherwechsel auch während der Autofahrt einfach. So liegt das Ziel-Call DB0NU bei mir immer auf Speicherplatz 07, egal welchen Einstiegsrepeater (sprich welche Speicherbank) ich aufgerufen habe. Ausserdem hat man dann auch schnell die Reihenfolge der Zielrufzeichen auswendig drauf.

    Die Speicherbezeichnung ist immer nach dem Schema XXX/YYYY aufgebaut. XXX sind die letzten drei Zeichen des Rufzeichens der Gegenstelle, YYYY sind die letzten drei Stellen meines Einstiegsrelais und danach ggf. die Angabe des Bands (2m/70cm) falls mein Einstiegsrelais mehrere Möglichkeiten besitzt. Der Schrägstrich ist immer an der gleichen Stelle, was das Umschalten der Speicherplätze während der Fahrt deutlich erleichtert.

    Die Speicherkanäle kann man einfach umschalten, durch die große Anzeige des alphanumerischen Speichernamens (siehe Fotos oben) ist das problemlos auch während einer Autofahrt bedienbar! Dies alles zu programmieren ist zwar etwas aufwändig aber das ist ja eine einmalige Sache. Ausserdem hört es sich schlimmer an als es tatsächlich ist. Mit der Programmiersoftware ist das schnell erledigt, auch bei späteren Ergänzungen oder Änderungen.

    Ebenfalls habe ich in den repeaterspezifischen Bänken (also hier D bis F) auch die Yourcall-Einstellungen für die Info-Ausgabe, die Echo-Funktion, Einbuchen in den Bayern-Reflector und Ausbuchen aus einem Reflector abgespeichert. Natürlich müssen auch Repeater1, Repeater2 und Mycall entsprechend richtig gesetzt sein.

    Hier ein Beispiel der Programmiersoftware für die Speicherbank des Relais DB0HAS:

    Das klassische Callsign-Routing

    Beim klassischen Callsign-Routing erfolgt die Steuerung mit den Einstellungen, die man unter Yourcall stehen hat. Es handelt sich hierbei um das ursprüngliche Icom-Routing. Die Icom-Geräte haben einen extra Yourcall-Speicher, in dem man Rufzeichen ablegen und in einer mehr oder weniger umständlichen Prozedur einstellen kann. Wer das einmal während der Fahrt gemacht hat, hat mit ziemlicher Sicherheit danach ein neues Auto benötigt. Das Ändern der Yourcall-Einstellungen ist aufwändig und die Menüschrift so klein, dass man lange sehr angestrengt aufs Display schauen muss (und keine Zeit für den Verkehr hat).

    Allerdings verwende ich einen kleinen Trick, der mir das Leben mit Callsign-Routing sehr vereinfacht. Dabei seetze ich folgendes voraus:

  • Ich nutze nur wenige Einstiegsrepeater. Bei vernetzten Relais macht es keinen Sinn, über alle arbeitbaren Relaisstellen auch zu arbeiten.
  • Normalerweise funke ich nur mit wenigen OMs regelmäßig, die nicht über meine Einstiegsrepeater direkt erreichbar sind.
  • Sind Gegenstationen auch relativ fest auf "ihrem Hausrelais" qrv, route ich zu diesen "Hausrelais", statt zu den Zielrufzeichen. So kann man mit einem Speichereintrag mehrere Gegenstationen "erledigen"
  • Ich habe bei meinen D-Star-Geräten (Mobil- und Handfunkgeräte) Speicherbänke aktiviert. Bank A=2m FM, Bank B=70cm FM, Bank C=D-Star-Relais, Bank D=Einstiegsrelais 1, Bank E=Einstiegsrelais 2. Bei den D-Star-Speicherplätzen sind jeweils alle Rufzeicheneinstellungen abspeicherbar. Ausserdem kann man alphanumerische Speicherbezeichnungen eingeben, die bei entsprechender Menüeinstellung groß im Display zu sehen sind:


    In den Bildern zu sehen sind auch die unterschiedlichen Speicherbänke. Bei mir ist Bank E für DB0HAS auf 70cm, Bank D für DB0NU vorgesehen. Die Speichernummerierung innerhalb einer Speicherbank beginnt immer mit 01. So kann man die Bänke "gleich" belegen.

    Bank Speicher Bankbeschreibung QRG YOURCALL Speichername im Display angezeigt
    A ... 2m FM ... - ...
    B ... 70cm FM ... - ...
    C 01 alle DStar-Relais 439.975 CQCQCQ DB0HAS
    C 02 alle DStar-Relais 439.500 CQCQCQ DB0NU
    C 03 alle DStar-Relais 439.550 CQCQCQ DB0ADB
    C 04 alle DStar-Relais 123.456 CQCQCQ XYZ
    D 01 Bank DB0NU 439.500 CQCQCQ DB0NU (für Lokal- oder CCS/DCS-Betrieb)
    D 02 Bank DB0NU 439.500 DF1NY 1NY/NU (also DF1NY via DB0NU)
    D 03 Bank DB0NU 439.500 /DB0HASB HAS/NU (also DB0HAS via DB0NU)
    D 04 Bank DB0NU 439.500 DB0XYZ XYZ/NU (also DB0XYZ via DB0NU)
    E 01 Bank DB0HAS 439.975 CQCQCQ DB0HAS7 (für Lokal- oder CCS/DCS-Betrieb)
    E 02 Bank DB0HAS 439.975 DF1NY 1NY/HAS7 (also DF1NY via DB0HAS 70cm)
    E 03 Bank DB0HAS 439.975 /DB0NU B 0NU/HAS7 (also DB0NU via DB0HAS 70cm)
    E 04 Bank DB0HAS 439.975 DB0XYZ XYZ/HAS (also DB0XYZ via DB0HAS)
    F 01 Bank DB0ADB 439.550 CQCQCQ DB0ADB (für Lokal- oder CCS/DCS-Betrieb)
    F 02k Bank DB0ADB 439.550 /DB0HASB HAS/ADB (also DB0HAS via DB0ADB)

    Bewege ich mich um DB0HAS herum, bleibt die Speicherbank E eingestellt. Fahre ich in die Umgebung von DB0NU, wechsle ich auf die Speicherbank D, bewege ich mich in der Nähe von DB0ADB, schalte ich auf die Bank F. In der Speicherbank C habe ich verschiedene D-Star-Relais abgespeichert, aber nur mit CQCQCQ. hier kann ich schnell QSY machen und muss ggf. den vorgesehenen Yourcall-Speicher nutzen, wie es Icom von Haus aus vorgesehen hat.

    Die Reihenfolge der Zielstationen sollte in jeder Bank gleich sein. Da bei Verwendung von Speicherbänken innerhalb einer Bank die Speichernummer immer wieder mit 01 beginnt, ist der Speicherwechsel auch während der Autofahrt einfach. So liegt das Ziel-Call DB0NU bei mir immer auf Speicherplatz 07, egal welchen Einstiegsrepeater (sprich welche Speicherbank) ich aufgerufen habe. Ausserdem hat man dann auch schnell die Reihenfolge der Zielrufzeichen auswendig drauf.

    Die Speicherbezeichnung ist immer nach dem Schema XXX/YYYY aufgebaut. XXX sind die letzten drei Zeichen des Rufzeichens der Gegenstelle, YYYY sind die letzten drei Stellen meines Einstiegsrelais und danach ggf. die Angabe des Bands (2m/70cm) falls mein Einstiegsrelais mehrere Möglichkeiten besitzt. Der Schrägstrich ist immer an der gleichen Stelle, was das Umschalten der Speicherplätze während der Fahrt deutlich erleichtert.

    Die Speicherkanäle kann man einfach umschalten, durch die große Anzeige des alphanumerischen Speichernamens (siehe Fotos oben) ist das problemlos auch während einer Autofahrt bedienbar! Dies alles zu programmieren ist zwar etwas aufwändig aber das ist ja eine einmalige Sache. Ausserdem hört es sich schlimmer an als es tatsächlich ist. Mit der Programmiersoftware ist das schnell erledigt, auch bei späteren Ergänzungen oder Änderungen.

    Natürlich müssen auch Repeater1, Repeater2 und Mycall entsprechend richtig gesetzt sein.

    Ebenfalls habe ich in den repeaterspezifischen Bänken (also hier D bis F) auch die Yourcall-Einstellungen für die Info-Ausgabe, die Echo-Funktion, Einbuchen in den Bayern-Reflector und Ausbuchen aus einem Reflector abgespeichert.

    Ich habe vor längerer Zeit einmal versucht, eine kleine Anleitung zum Thema Callsign-Routing zu schreiben. Wer mag, kann sie hier herunterladen und lesen. Veröffentlichungen auf anderen Seiten sind aber nur mit meiner Genehmigung erlaubt.


    nach oben


    Wichtige externe Seiten für User (Links)

    D-PRS-Calculator (GPS-Mode, NICHT A-GPS)
    CSV-Generator: erstellt Länder-Relaislisten zum Programmieren mit der Gerätesoftware (gut für Urlaub!)
    Liste mit CCS7-Nummern incl. Suchfunktion
    CCS7-Registrierung für neue Benutzer

    An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass ich keinerlei Haftung für externe Seiten übernehme! Mehr dazu im Impressum dieser Homepage.


    nach oben